Aktuell: Altersgrenze soll gesenkt werden

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Aktuell: Altersgrenze soll gesenkt werden

Beitragvon nmrd » 27.08.2006 02:22

Für alle, die im Jahr 2006 25 oder älter werden, bleibt es bei der alten Altersgrenze. Alle, die 2006 24 werden, bekommen noch bis zum 26. Lebensjahr Kindergeld. Für alle jüngeren gilt die neue Altersgrenze von 25. So findet es sich - komplizierter formuliert - im am 29.06.2006 vom Bundestag verabschiedeten Steueränderungsgesetz 2007 (Artikel 3 "Änderung des Bundeskindergeldgesetzes", 3.). Dieses Gesetz muss schließlich noch vom Bundesrat bestätigt werden, es wären also theoretisch noch Änderungen denkbar.

Zum Thema gab es eine öffentliche Petition gegen die Absenkung der Altersgrenze beim Kindergeld, die online unterstützt werden konnte. Sie ist inzwischen mit etwas über 5000 UnterstützerInnen beendet. Hinweis: Die Seite mit der Online-Petition befindet sich zwar auf einem britischen Server (Napier University Edinburgh), das ganze ist jedoch ein Pilotprojekt, das tatsächlich vom Petitionsauschuss des Bundestages unterstützt und ernstgenommen wird.

Quelle: http://www.studis-online.de/StudInfo/kindergeld.php#p3

langsam reichts............ man man man.......
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Beitragvon Zei7i » 27.08.2006 15:04

ich kapier eigentlich auch gar nicht in welche Richtung das ganze gelenkt werden soll, bzw welche strategie die mehr oder minder schlauen Köpfe der Politik die diese Nation lenken, einschlagen wollen ?

Will sich Deutschland ein Wettrennen Kopf an Kopf mit China, die Werkbank der Welt, liefern ?
Oder wollen die einfach per random verfahren mal alles ausprobieren und dann mal schaun wenns nen bisschen besser geht dann einfach beibehalten ?
Warum versucht die Politik die Gelder NUR beim Bürger rauszuquetschen ?, Warum fangen die auch nicht mal an unnötige Strukturen bei sich selber abzubaun, und davon gibt es laut dem Bund der Steuerzahler etliche ;)

Und Warum geht irgendwie alles immer mehr auf die Schultern der ,,Jüngeren".
?
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Beitragvon DaiLL » 27.08.2006 15:17

Das Frage ich mich auch ... das passt alles nicht mehr.

"Fahrt nicht in den Urlaub sondern spart das Geld" ... "Gebt Geld aus damit die Wirtschaft angekurbelt wird" ... "Mehrwertsteuererhöhung nutzt der Wirtschaft" oO

Irgendwas muss passieren ... und damit meine ich nicht demonstrieren ...
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Beitragvon perlentaucher » 28.08.2006 03:39

DaiLL hat geschrieben:Irgendwas muss passieren ... und damit meine ich nicht demonstrieren ...


Darüber könnte ich mich bei dir immer wieder aufregen :wink:
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Beitragvon DaiLL » 28.08.2006 07:46

Ach das alles nur Einstellungssache aber viel mehr alternativen bleiben gar nicht.
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Beitragvon SebastianB » 28.08.2006 14:37

ich schweige besser...
neeeeee.... kanns mir nicht verkneifen ;)

Zei7i hat geschrieben:Warum versucht die Politik die Gelder NUR beim Bürger rauszuquetschen ?


oder nur bei den bürgern die sowieso schon schlechter gestellt sind... wusstet ihr dass 95,5% des gesamten vermögens der bundesrepublik auf 10 % der bevölkerung verteilt sind, weil sie permanent steuerlich bevorteiligt werden.
weiter gehts mit den riesigen unternehmen (also konzerne) die ständig entlastet werden und in deutschland nur ihre verluste anrechnen lassen und die gewinne im ausland versteuern (weil die steuern dort geringer sind). gehts noch? die scheffeln hier millionen und zeigen keinerlei verantwortung. die deutsche bank macht millionen gewinne (ein rekord nach dem anderen) und schmeißt zum dank einen riesigen teil ihrer belegschaft raus.

und warum soll man dagegen nicht demonstrieren gehen? wenn mal ein großteil der bevölkerung auf die straße gehen würde, würden die da oben auch mal anfangen zu denken.

wir sind deutschland - danke deutschland.
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Beitragvon DaiLL » 28.08.2006 14:50

ich sage nicht nicht demonstrieren ich sage demonstrieren von mir aus aber net mim schild in der hand durch die strassen gehen ... mal einen tag keine steuern zahlen das wäre lustig :)
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Beitragvon SebastianB » 28.08.2006 15:23

lässt sich leider schwer realisieren
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Beitragvon paul » 28.08.2006 22:30

ich finds ja auch sche***, wenn z.B. die Deutsche Bank 2500 Leute entlässt, aber 3? Milliarden Gewinn macht.

Das Nachfolgende soll jetzt nicht heißen, das ich dafür bin, aber man sollte auch mal die Sichtweise der Deutschen Bank (natürlich ist das nicht das einzige Unternehmen) bedenken.

Wenn ein Unternehmen 2500 Mitarbeiter mehr hat, wie es braucht, warum sollte dann das Unternehmen 2500 Leute beschäftigen, die eigentlich nix zu tun haben und somit dem Unternehmen eine Menge Geld kosten.
Also ich sag mal, im Schnitt verdient einer dieser 2500 Mitarbeiter mind. 2000 Euro netto. Die Bank hat dank Sozialleistungen ca 4000 Euro Kosten pro Mitarbeiter im Monat. 2500*4000Euro = 10.000.000Mio Euro.
Also spart die Bank so 10.000.000 Mio Euro im Monat, das sind im Jahr 120Mio Euro + Zinsen. Das ist auch für die DB viel Geld.
Und diese Mitarbeiter nutzen ja auch Ressouren wie Büros, Computer, mehr Verwaltung usw... Da kommt auch noch mal was zusammen.
Und mal ehrlich, würdet ihr das Geld nicht haben wollen als Unternehmen?
Unternehmen denken nunmal kapitalistisch. Wer hat, will noch mehr.

Leider ist das so und da wird sich glaub ich erst wirklich was ändern, wenn die Linke/PDS die Regierung stellt.
Aber ob das dann alles besser wird?????

Was ja schon helfen würde und was ich auch nicht verstehe, warum das nicht so ist:
Unternehmen, die in Deutschland ihren Sitz haben und auch Privatperson, die eine deutsche Staatsbürgerschaft haben, sollen auch Deutschland ihre Steuern zahlen müssen.


Gruß
Martin
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"Wenn die Computer zu mächtig werden, dann zieht den Stecker aus der Steckdose."
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Beitragvon GabrielKnight » 28.08.2006 22:37

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Beitragvon GabrielKnight » 28.08.2006 22:42

SebastianB hat geschrieben:i
oder nur bei den bürgern die sowieso schon schlechter gestellt sind... wusstet ihr dass 95,5
es gesamten vermögens der bundesrepublik auf 10
er bevölkerung verteilt sind, weil sie permanent steuerlich bevorteiligt werden.

Kannst Du die "permanente steuerliche Bevorteiligung" dieser 10 Proz. in Deutschland mal anhand von Paragraphen oder Beispielen belegen? Oder ist es vielleicht eher so, dass diese 10 Proz. ihr Kapital mehrheitlich zu großen Teilen nur soweit wie irgendwie nötig in Deutschland versteuern, und die deutsche Volkswirtschaft somit deutlich weniger sieht als es bei geringeren Steuersätzen unter Umständen der Fall wäre?

weiter gehts mit den riesigen unternehmen (also konzerne) die ständig entlastet werden und in deutschland nur ihre verluste anrechnen lassen und die gewinne im ausland versteuern (weil die steuern dort geringer sind). gehts noch?

Letzteres würden sich "die Konzerne" wohl auch fragen, wenn man ihnen auftischt sie hätten grundsätzlich alles zu Höchststeuersätzen in Deutschland zu versteuern. Du bist doch Informatiker, also ist Dir doch klar, dass wenige Prozent von etwas immer noch sehr viel mehr sind als 0 Prozent von nichts, wenn eines der von Dir zitierten "riesigen Unternehmen" beschließt, dass sich die Ansässigkeit in Deutschland unter den gegebenen Standortfaktoren keinen Deut mehr lohnt. Prominente Beispiele wo dies geschehen ist gibt's zu Hauf, wenn wir so weiter machen wir von so mancher Partei am linken äußeren Rand gefordert sind wir bald auch noch Konzerne wie Daimler oder IBM nahezu gänzlich los.
Dann sieht die Volkswirtschaft Deutschland genau 0,0 EUR direkte Steuereinnahmen. Weitere Auswirkungen wie z.b. das wegfallen der Lohn- und Gehaltszahlungen des "riesigen Unternehmens" und der dadurch wegfallende Volkswirtschaftliche Beitrag wollen wir da lieber noch mal aussen vor lassen, sonst gibt's noch Schocktote. Die Milchmädchenrechnung "die nehmen hier Geld ein, sollen also auch kräftig abdrücken" ist ein bischen kurz gedacht.


und warum soll man dagegen nicht demonstrieren gehen? wenn mal ein großteil der bevölkerung auf die straße gehen würde, würden die da oben auch mal anfangen zu denken.

In der Tat. Dann würden "die da oben" sich fragen ob's eigentlich noch geht (s.o.)
Diese Klassenkampfideologien von "da oben" und "wir armes Volk" waren zu Zeiten der industriellen Revolution ganz angebracht, in Zeiten der Globalisierung ticken Volkswirtschaften gänzlich anders. Unternehmen sind nicht immer nur die bösen Abzocker sondern leisten erhebliche Beiträge zum Gemeinwohl, schon dadurch das sie überhaupt Arbeitsplätze anbieten. Andere Länder (in jüngster Zeit bspw. Neuseeland, das sich in Rekordzeit zum schuldenfreien Staat gemausert hat) haben das längst eingesehen, nur in Deutschland muss immer jemand daherkommen und alles schön auf (schein-)sozial trimmen.

Ich will ja jetzt nicht grantig oder unfreundlich werden, aber das geht mir ganz schön auf den Sack, auch wenn ich dafür jetzt geflamet werde. Wenn die Steuerlast in Deutschland weiter steigt, bin ich ebenso raus wie andere mir bekannte potentielle Nichtgeringverdiener. Wenn das Schule macht kannst Du dir die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft ausmalen (Genau genommen hat es schon so weit Schule gemacht, dass der Begriff Brain-Drain dafür geschaffen wurde). Dann können, ein bischen populistisch ausgedrückt, die verblienen Erwerbslosen, Nichtunternehmer, Rentner und sonstigen lt. linkseigener Terminologie "sozial Schwachen" den Rest unter sich aufteilen.
Deutschland muss sich mal wieder darauf besinnen dass man vor dem Verteilen erstmal was erwirtschaften muss.
Das klappt nicht in dem man jeden der etwas schaffen will in Grund und Boden besteuert.
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Beitragvon DaiLL » 29.08.2006 09:55

Zu fast 50% sage ich Amen :)
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Beitragvon SebastianB » 03.09.2006 00:36

GabrielKnight hat geschrieben:Kannst Du die "permanente steuerliche Bevorteiligung" dieser 10 Proz. in Deutschland mal anhand von Paragraphen oder Beispielen belegen? Oder ist es vielleicht eher so, dass diese 10 Proz. ihr Kapital mehrheitlich zu großen Teilen nur soweit wie irgendwie nötig in Deutschland versteuern, und die deutsche Volkswirtschaft somit deutlich weniger sieht als es bei geringeren Steuersätzen unter Umständen der Fall wäre?


Das ist doch mein Reden, dass ein durchsichtiges und überschaubares Steuersystem her muss. Du kannst aber nicht die Hochverdiener soweit entlasten, dass sie so wenig Steuern zahlen wie in Tailand oder Polen. Wir haben hier einen hohen allgemeinen Lebenssandart. Wir sind hier in einer sozialen Marktwirtschaft und bei uns werden viele Dinge über Steuern bezahlt. Straßen, Autobahnen, Sportplätze, Universitäten (sogar der gesamte Bildungsbereich). Diese Sachen kosten natürlich Geld, aber jeder von uns profitiert davon. Schließlich können wir auf gut ausgebauten Autobahnen und Straßen durch Deutschland fahren, können unsere Kinder kostenfrei auf Schulen schicken. Wer profitiert denn noch davon? Natürlich der Unternehmer, in dem er qualifiziertes Personal einstellen kann und seiner Waren schnell von A nach B bringt über Deutschlands Autobahnen.

Wenn die Steuern weiter gesenkt werden, müssen viele Dinge wieder individuell finanziert werden. So wie es jetzt durch Studiengebühren und Autobahn-Maut schon beginnt. Selbst die Vereinsbeiträge für Sportvereine werden steigen, weil irgendwelche Leute denken, dass Sportanlagen nicht der Allgemeinheit gehören und somit nicht mehr staatlicherseits finanziell unterstützt werden sollten.

GabrielKnight hat geschrieben:
SebastianB hat geschrieben:weiter gehts mit den riesigen unternehmen (also konzerne) die ständig entlastet werden und in deutschland nur ihre verluste anrechnen lassen und die gewinne im ausland versteuern (weil die steuern dort geringer sind). gehts noch?
Letzteres würden sich "die Konzerne" wohl auch fragen, wenn man ihnen auftischt sie hätten grundsätzlich alles zu Höchststeuersätzen in Deutschland zu versteuern.


Wie ich schon oben beschrieben habe: Unternehmen profitieren auch von unserem Standort und sie stehen auch in der Verantwortung. Schließlich werden viele Gewinne durch die Vorteile in Deutschland gemacht.

GabrielKnight hat geschrieben:Du bist doch Informatiker, also ist Dir doch klar, dass wenige Prozent von etwas immer noch sehr viel mehr sind als 0 Prozent von nichts, wenn eines der von Dir zitierten "riesigen Unternehmen" beschließt, dass sich die Ansässigkeit in Deutschland unter den gegebenen Standortfaktoren keinen Deut mehr lohnt. Prominente Beispiele wo dies geschehen ist gibt's zu Hauf, wenn wir so weiter machen wir von so mancher Partei am linken äußeren Rand gefordert sind wir bald auch noch Konzerne wie Daimler oder IBM nahezu gänzlich los.

Was ist mit dem Mittelstand? Der Mittelstand in Deutschland gibt über 70 Prozent der deutschen Arbeitsplätze und der Mittelstand hat eine weit höhere Besteuerung (ungerecht). Ich bin der Ansicht, dass sich die "riesigen Unternehmen" sich an Deutschland nur gesund stoßen. Die verfolgen nur ihre eigenen Interessen und sind nicht an ihren Angestellten, Arbeitern oder an Deutschland interessiert. Wenn hier nix mehr zu holen ist, dann gehts weiter nach Osten!!! Das war der Trend der letzten Jahre und das kannst du auch nicht abstreiten.

GabrielKnight hat geschrieben: Dann sieht die Volkswirtschaft Deutschland genau 0,0 EUR direkte Steuereinnahmen.

Doch vom Mittelstand.

GabrielKnight hat geschrieben: Die Milchmädchenrechnung "die nehmen hier Geld ein, sollen also auch kräftig abdrücken" ist ein bischen kurz gedacht.

Nee, du stellst es hier nur kurz-gedacht dar.

GabrielKnight hat geschrieben:Diese Klassenkampfideologien von "da oben" und "wir armes Volk" waren zu Zeiten der industriellen Revolution ganz angebracht, in Zeiten der Globalisierung ticken Volkswirtschaften gänzlich anders.

Genau. Man redet von sozialer Verantwortung und wird gleich wieder in eine linke Ecke geschoben. Das ist typisch CDU/FDP-Wähler. Du solltest mal das Grundgesetz lesen. Was man da so lesen kann, müsste ja in deiner Weltanschauung dem Kommunistischen Manifest gleichen.

GabrielKnight hat geschrieben:Unternehmen sind nicht immer nur die bösen Abzocker sondern leisten erhebliche Beiträge zum Gemeinwohl, schon dadurch das sie überhaupt Arbeitsplätze anbieten.

Arbeitsplätze anbieten, den Deutschen Markt erschließen und Steuern woanders zahlen. Klingt verantwortungsvoll... Ich sage ja nicht, dass alle großen Unternehmen schlecht sind. Aber ich finde es ungerechtfertigt Arbeitskräfte zu entlassen, wenn ein Unternehmen maßig Gewinne macht, wenn zeitgleich der Markt in Osteuropa erschlossen wird und dort neue Arbeitskräfte eingestellt werden. Wir können nun mal nicht Steuern soweit senken wie in Osteuropa oder Asien. Dafür haben wir halt andere gute Standortfaktoren. Sonst wären doch die großen Unternehmen schon lange weg und wie ich bereits geschrieben habe, kosten die Geld und das kommt nun mal über Steuern.

GabrielKnight hat geschrieben:Ich will ja jetzt nicht grantig oder unfreundlich werden, aber das geht mir ganz schön auf den Sack, auch wenn ich dafür jetzt geflamet werde. Wenn die Steuerlast in Deutschland weiter steigt, bin ich ebenso raus wie andere mir bekannte potentielle Nichtgeringverdiener. Wenn das Schule macht kannst Du dir die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft ausmalen.
Dann geh doch. Dich hält doch niemand auf. In den USA sieht man ja wie sicher man leben kann ohne Sozialstaat. Mit einer Kriminalitätsrate jenseits von gut und böse und Bullen die einem mit Knarre aus dem Auto ziehen, weil man mal 10km/h zu schnell auf dem Freeway war.

GabrielKnight hat geschrieben:Deutschland muss sich mal wieder darauf besinnen dass man vor dem Verteilen erstmal was erwirtschaften muss.
Das klappt nicht in dem man jeden der etwas schaffen will in Grund und Boden besteuert.

Dazu nochmal eine Zahl: 1 Prozent Vermögenssteuer mit einem Freibetrag von 500.000 Euro würde allein in Hessen 1,2 Milliarden Euro einspielen. Damit könnte man einen großen Teil vom Haushaltsloch stopfen. Das würde nämlich genau diese 10%, die 95,5% des gesamten Vermögens besitzen, betreffen. 1 Prozent ist verdammt viel. Meine Güte. Mit einer so hohen Steuer muss sich wirklich jeder Vermögende insolvent melden und sofort ins Ausland flüchten, wo er vielleicht keine schöne Parkanlage für den Sonntagsspaziergang hat.

Was ist an einer gerechteren Verteilung falsch? Wieso sehen sich Vermögende nicht in der Verantwortung? Wenn ich später gut verdiene, bin ich auch bereit einen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten.

»Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.«
Ein Zitat aus unserem Grundgesetz.

Wir sollten uns mal wieder Gedanken darüber machen, ob wir in Zukunft wirklich eine Stechuhr vor der Uni wollen und Eintritt zahlen möchten, wenn wir den Sportplatz betreten oder durch die Karlsaue spazieren gehen. Denk mal ein bißchen darüber nach was Allgemeingut ist.
Nur weil du nicht Paranoid bist, bedeutet es noch lange nicht, dass du nicht verfolgt wirst.

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Beitragvon thepatrix » 03.09.2006 12:16

Zu 1000% die richtige soziale und vor allen Dingen MENSCHLICHE unegoistische Einstellung! Du weißt Bescheid Sebastian...
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Beitragvon Zei7i » 03.09.2006 13:24

Ich stimme ebensfall Sebastian zu. Wird eine gerechte Verteilung der ,,öffentlichen güter" dadurch erreicht das einfach alles mit einem ,,Preisschild" bestückt wird ?

Das Kapital folgt nunmal ganz einfachen regeln, Menschen die viel davon haben werden auch immer mehr davon erlangen.
Wohin sollte das nur ohne staatliche regulierungen in einer freien Marktwirtschaft führen?

Wer nicht merkt das die Kluft zwischen ,,arm" und ,,reich" immer grösser wird sollte mal seine Sonnenbrille abnehmen, damit man alles klarer sieht.
Studiengebühren ebenso wie zahlreiche geniale Ideen die aus dem Hartz 4 pool entstanden sind, schaden dem mittelstand und tiefer.

An ,,genialen Ideen" zu dem ,,HArtz4-Ideen-Pool" beteiligen sich auch neuerdings auch grosse Firmen die die Not der Arbeitslosen schamlos ausnutzen, siehe Klick mal
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