CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

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CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Hendrik » 15.05.2009 10:29

Eher mittlere bis schlechte Werte kassierte man dagegen im Fach Informatik. "Wir werden dem nachgehen", so Ulbricht [, Pressesprecherin der Universität].


Quelle: HNA.de


Da half wohl auch die Aufforderung gute Noten zu geben, damit der FB nicht so schlecht da steht, nichts... :cussing:


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Hendrik
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Magro » 15.05.2009 17:50

Man ist ja auch schon mit einer Note 2 in der Schlussgruppe. Ich finde das ganze ziemlich lächerlich, aber leider werden sich viele darauf berufen...

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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon c01d » 15.05.2009 19:26

Eher mittlere bis schlechte Werte kassierte man dagegen im Fach Informatik. "Wir werden dem nachgehen", so Ulbricht.


*muhihihihihhi*knichel*

Viel Spaß.

Das Problem mit dem Ranking ist:
es stimmt und passt, leider. Ich stelle mir unter einem universitären Studium was anderes als z.B. SE vor.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon DaiLL » 15.05.2009 23:26

Oh c01d da bin ich aber mal gespannt was du dir sonst so unter "universitärem Studium" vorstellst wenn nicht SE für unseren Studiegang ...
Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch!

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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Hendrik » 16.05.2009 01:28

Magro hat geschrieben:Man ist ja auch schon mit einer Note 2 in der Schlussgruppe.



So Noten sind doch eh relativ. Wenn eine 2 die Schlussgruppe darstellt, dann ist eine 2 eben schlecht. Anders werden auch Noten an der Schule oder Uni nicht verteilt. Man kann ruhig dumm sein, solange man noch der beste von den Teilnehmern ist.. ;)

Das die eigenen Studenten die Uni so einschätzen sollte zu denken geben. Bin mal gespannt, ob da eine Stellungnahme zu kommt. Vermutlich nicht.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon c01d » 16.05.2009 08:57

Na DaiLL, ich musste in SE nix weiter "erarbeiten" außer GWT und Co. zum laufen und arbeiten zu bringen. Die Dinge, die mich interessiert hätten (Softwarequalität, Tests, Metriken usw.) kamen zu kurz eben weil der andere Kram _zu viel_ Zeit in Anspruch genommen hat. Kannst Du mir irgendwas nennen, was man aus SE mitnimmt? Klar, die Transferleistung kann sein "Doku is wichtig und schwer, benutz keine 'Bleeding-Edge-Technology'". Aber was sonst im SE-Prozess wichtig ist, all die anderen Variablen, kam zu kurz. Kritisch hinterfragen, welches Entwicklungsmodell sinnvoll ist, konnte man auch nicht.

"Die Betreuer haben Recht."
Vielleicht hätten die sich sogar auf eine Diskussion eingelassen, weiß ich ja nicht. Aber dafür hat die Zeit wegen des riesigen relativ stumpfen Arbeitsaufwandes gefehlt.

Zündorf hat ja auch gesagt "Hey, wir machen das, weil mir das an der Uni früher nicht beigebracht wurde und es mir irgendwann gefehlt hat".
Aber wir sind an einer Uni, nicht an einer FH oder in einer Ausbildung. Uni bedeutet halt "THEORIE".

Hendrik, von wem erwartest Du welche Stellungnahme?
Die Studiensituation ist leider z.Zt. wirklich für'n Arsch. Wenn ich an die C++-Klausur beim Wloka und die Bohrmaschine denke ....

Als ich hier in KS anfing, war ich, vor allem im Vgl. zur FH Göttingen, echt extrem begeistert. Irgendwann kehrt halt die Routine ein.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Hendrik » 16.05.2009 10:12

c01d hat geschrieben:Die Dinge, die mich interessiert hätten (Softwarequalität, Tests, Metriken usw.) kamen zu kurz eben weil der andere Kram _zu viel_ Zeit in Anspruch genommen hat. Kannst Du mir irgendwas nennen, was man aus SE mitnimmt?


Man kann lernen sich in einer Gruppe zu arrangieren und gemeinsam ein Projekt stemmen... Ob's klappt ist ne andere Frage... :wink:


c01d hat geschrieben:"Die Betreuer haben Recht."
Vielleicht hätten die sich sogar auf eine Diskussion eingelassen, weiß ich ja nicht.


Dein Chef hat später auch Recht. Gewöhn Dich dran. :mrgreen:


c01d hat geschrieben: Uni bedeutet halt "THEORIE".


Uni heisst dann auch sich selbst zu bilden. Hindert dich niemand daran dir ein Buch aus der Bib zu holen und die Themen die dich interessieren zu erarbeiten bzw eine entsprechende Vorlesung zu besuchen.

Aber das war auch nicht das Topic.


c01d hat geschrieben:Hendrik, von wem erwartest Du welche Stellungnahme?
Die Studiensituation ist leider z.Zt. wirklich für'n Arsch.


Von der Unileitung... vom FB.. Dekan... was auch immer. Ein "uuuuh... Mist... wir sind ganz unten... Wir gucken mal.." ist sicher zu wenig. Man siehe sich mal an, wie viele noch im 8./10. Semster sind... Da sollten schon die Alarmglocken schrillen. Ich war zwar nicht eingeladen, aber das GET2-Treffen mit Frau VH schien nicht so frutchtbar. Wobei ich da auch nicht weiß, was das Ziel war. :(
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon c01d » 16.05.2009 19:04

Na, lieber Hendrik: ich bilde mich weiter, so gut es geht. Und genau darum geht es. Dazu fehlt die Zeit, wenn man mit "Zeug" und stumpfer Arbeit zugeballert wird.

Ich habe übrigens hinreichend Arbeitserfahrung im echten Leben, in der freien Wirtschaft; nur so am Rande.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Hendrik » 17.05.2009 00:29

c01d hat geschrieben:Und genau darum geht es. Dazu fehlt die Zeit


Weiß ich doch. :wink:
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Logikus » 19.05.2009 21:04

Also mal ehrlich die Uni Kassel ist einfach schlecht organisiert und bietet leider halt auch zu wenig sinnvoll praktische verwendbare Inhalte. Genau diese braucht man aber dann doch in der Praxis und nicht so viel Diskrete Mathematik (DSI,DSII,Logik.Formale Sprachen) oder allzu theoretische Elektrotechnik.
Stattdessen wäre es nun mal sinnvoller mehr Wert auf eine frühzeitige Fachrichtungswahl zu legen.
Wo dann Leute die Software entwickeln wollen auch wesentlich mehr in diesem Bereich machen und dann halt auch nicht nur mit Java als Allheilmittel.*g
Oder Leute die in die technische Info gehen dann eben mehr Elektronik haben und Inhalte die sie weiterbringen.
Dann könnte man auch eine man auch behaupten eine gute Uni zu sein und wirklich fachkundige Leute auszubilden. Es bringt keinem von uns was wenn er sich alles für ihn Relevante neben dem Studium erarbeiten muss und das praktisch hier nie zum Einsatz kommt.
Durch den Bachelor wurde die ganze Sache ja nochmal verschärft anstatt verbessert(daz gibts hier auch noch nen anderen Beitrag), wodurch jetzt jeder Prof auch noch Pflichtaufgaben zur Prüfungszulassung stellen kann und man noch mehr arbeit an den meist unbeliebten Fächern hat. Was die Profs natürlich auch mehr und mehr ausnutzen und man dadurch noch mehr eingespannt wird, bei etwas was einem gar nicht liegt.
Desweiteren werde diese Zusatzaufgaben natürchlich hier auch nicht mitgerechnet sondern man bekommt für alles schön seine 4 SWS, aber der Aufwand wird selbstverständlich viel höher da man neben dem Stoff Zuhause auch noch die Aufgaben bearbeiten muss. Das wäre ja auch nicht so schlimm wenn diese sinnvoll wären aber meist sind sie das halt nicht sondern nur ABM.
Wo wir auch schon bei SE wären, was ich eigentlich für gut halte, allerdings mit viel zu wenig CP bei dem hohen Aufwand. Und was man auch stark bemängeln muss ist einfach das man keine schlüssigen Informationen im Vorhinein bei SE bekommt, sondern nur im Nachhinein ein Fazit, das dann auch noch ohne Musterlösung um zu sehen wie es hätte eigentlich sein soll. Von der Lehre her ist sowas einfach Schrott!
Weshalb man vorher schon mal drüber reden müssen, wie man was machen muss, was dann auch wohl so einigen Arbeitsaufwand erheblich verringert hätte, aber da scheint der Herr Zündorf ja reichlich belehrungsresistent zu sein da er in SE schon seit Jahren immer wieder den gleichen Mist macht.
So bleibt einfach nicht mehr viel übrig was ich an der Uni Kassel gut heißen kann. Weshalb ich auch jedem der mich frag ehrlich antworten würde "geh lieber woanders studieren um ei gut ausgebildeter Informatiker zu werden"!
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon Hendrik » 19.05.2009 21:11

Logikus hat geschrieben:Stattdessen wäre es nun mal sinnvoller mehr Wert auf eine frühzeitige Fachrichtungswahl zu legen.


Dann läuft man Gefahr Fachidioten auszubilden. Ein gesunder Grundstock ist OK. Was GET mit Info zu tun hat, ist mir auch nicht klar. Das es sonst viel Theorie gibt, ist verständlich, sonst kann man auch zur FH wechseln. Grundsätzlich stimme ich Dir aber zu.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon c01d » 19.05.2009 22:34

Also gerade TheoInf und DS halte ich (letzteres noch viel mehr als Mathe I&II) für essentiell in der Informatikausbildung.
Denn gerade die frühzeitige Fachrichtungswahl würde dann die Gefahr in sich bergen, dass man noch nie etwas von z.B. Graphen gehört hat, es aber möglicherweise gleich in die Vollen geht. Wie man effizient und schnell rechnet und was eine Äquivalenzklasse ist, ist auch gut zu wissen.
Ja, und was ein Isomorphismus ist, das müssen manche Informatiker auch wissen. Oder was ein Modell ist (man sollte schonmal ahnen können, was ein Kollege meint, wenn er von Modell-Checking redet).
Und wie ein Tansistor arbeitet ist auch Grundwissen - um aber zu wissen bzw. verstehen zu können, wie der arbeitet, muss man schon mal was vom Potentialunterschied (Spannung) gehört haben. Klar, gerade GET ist bei uns auch meiner Meinung nach eher extrem dürftig weil relativ nutzlos.

Aber eine gewisse Allgemeinbildung gehört dazu - und Allgemeinbildung ist *nicht*, GWT aus dem Eff-Eff zu können. Das ist verfrühtes Fachrichtungsidiotentum.

(An die GWT-Götter: echt nix gegen Euch! :-) Ihr dürft GWT gerne durch alles mögliche andere ersetzen ... C, HTML, Ruby, Python, Matlab, Cuda, blubb-ASM, uswusfetc.!)
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon mfalk2601 » 19.05.2009 23:40

Hallo Leute,
jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazu abgeben :)

Ich glaube nicht, dass die Uni Kassel zu den schlechteren gehört. Die Informatik ist im Aufbau (2001/2002 gegründet). Es wurden noch keine 100 Informatiker hervorgebracht. Die Absolventenwellen kommen erst noch. Von den Forschungsgeldern her gehören wir zur Spitzengruppe - das sagt auch etwas über Leistung einer Universität aus.

Wer genauer hinschaut, stellt fest, dass sich im CHE Ranking die Reputation in Lehre, was m. E. eine sehr wichtige Kennziffer ist, im Vergleich zum vorherigen Ranking vervierfacht hat! Wenn das jetzt noch viermal wiederholt werden kann, so haben wir Informatiktempel wie Uni Karlsruhe und TU München überholt :)

Wir lernen ziemlich das selbe wie "Spitzenunis". Z.B. die Vorlesung in GET richtet sich nach Lehrbüchern der TU Darmstadt. Die Vorlesung von Diskr. Strukt. nach Lehrbüchern der TU München usw. Und Diskrete Strukturen, Formale Sprachen, Komplexitätsthere, höhere Mathematik etc. pp. sind für die Informatik essentiel, sie ist ja gerade aus der Mathematik hervorgegangen.

An anderen Universitäten wird auch nur mit Wasser gekocht, was bei genauerem hinschauen deutlich wird. Und manche Universitäten verstehen es schlicht und ergreifend ausgezeichnet, sich besser in der Öffentlichkeit darzustellen.
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon achii » 20.05.2009 00:29

Hm das mit der Theorie ist so eine Sache... ich habe z.B diese Chomsky Sprachen aus TI in der Compilerbau Vorlesung wieder zu Gesicht bekommen :) Get 2 ist ja eigentlich nur angewandte komplexe Rechnung.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben nicht mal 1/3 der 2XX befragen Studenten die Che Umfrage ausgefüllt.
Da würde ich mal behaupten, dass das eher die tendenziell unzufrieden Studenten waren.
Logik ist sinnlos, wenn einem die grundsätzlichen Informationen fehlen
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Re: CHE-Ranking: Schlechte Werte für Informatik in Kassel

Beitragvon raveN » 20.05.2009 09:49

@achii: Ist doch meistens so, dass die die Fresse aufmachen, die unzufrieden sind.

@Rest: Frühe Fachrichtung ist totaler Unsinn - das wäre ja dann gleich die Ausbildung in Richtung Job, die der Bachelor unterstützt. Wenn man Informatik studiert, sollte man hinterher ein großes Allgemeinwissen in diesem Gebiet vorweisen können. Man muss sämtliche mathematische Grundlagen beherrschen, und es schadet auch nichts, Grundlagen in der Elektrotechnik zu beherrschen (Etechniker lernen auch bissl Informatik) - mir ist klar, dass wir in der Berufswelt nicht mit ET zu tun haben werden, aber wie gesagt das Wissen in dem Bereich sollte man vll schon haben.
Das was ich bei der Uni bemängeln würde ist eigentlich, dass zum einen schlecht unterrichtet wird und zum anderen teilweise viel zu viel Zeit verschwendet wird. Mir ist nicht ganz klar, wie sich viele Profs beschweren, dass sie den Stoff in der Zeit nicht unterrichten können, prinzipiell in der ersten Vorlesungswoche aber keine Vorlesung machen, sondern erst in der 2.Woche anfangen. Oder wie der Wegner sagt, dass es eigentlich Datenbanken 2 geben müsste, und dann macht er die letzten 2 Vorlesungsstunden keine Vorlesung mehr, weil der Stoff durch ist.
Und ich finde, die Studenten sollten direkt in den ersten Semestern noch mehr Arbeit kriegen sollten, aus dem einfachen Grund: So werden sie von Anfang an darauf gezwungen, viel zu lernen, so dass es zu einer Selbstverständlichkeit wird. Und die Studenten mit Problemen besser unterstützen, damit nicht dieselben Leute Jahr für Jahr in den 1. + 2. Semestervorlesungen sitzen.
87.166253% der Statistiken spielen eine Genauigkeit vor, die durch die angewandte Methode nicht gerechtfertigt wird.
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